Siebter Transport: Kyiv



Vorbereitung

Wir hatten zunächst – direkt nach unserer Rückkehr von unserer Oktober-Fahrt – in schneller Folge, auch dank der Spendensammlung in den USA durch Kateryna Miagka mit ihrer Basketballaktion und durch eingeworbene Spenden in der Ukraine selbst – genug Budget, um zwei Fahrzeuge zu kaufen: zunächst einen Nissan Navara Pickup, und kurz darauf einen Mitsubishi Pajero. (Der Pajero brauchte noch einige Reparaturen, und wir sind sehr dankbar, dass Yuriy sie sehr kurzfristig vor unserer Abfahrt persönlich organisieren konnte). Der Pajero war bestimmt für die 79. Luftlandebrigade, der der Bruder von Serhiy Maistruk, unserem Freund und Begleiter von früheren Lieferungen, angehört, und die uns im Oktober um einen Pickup gebeten hatten. Der Pickup wurde von einer Einheit des ukrainischen Sicherheitsdienstes gewünscht. Zugleich erreichte uns die Bitte von Mariia, einer der Anwältinnen bei der Kyiver Hilfsorganisation Dead Lawyers Society um mindestens einen weiteren Pajero, der in Kyiv zu einem Evakuierungsfahrzeug für eine Fronteinheit, die 31. Mechanisierte Brigade, umgebaut werden sollte. Bei der Suche nach weiteren Mitfahrern für die erste, lange Strecke aus der Heimatregion an die polnisch-ukrainische Grenze, schlug Michael Roth dann spontan vor, er könne diesen zweiten Pajero ggf. selbst beschaffen. Er ist ein Mann der Tat – das haben wir bei der Fahrt im August schon gesehen, als Michael das Auto mit der kaputten Zylinderkopfdichtung über Nacht von Deutschland an die polnisch-ukrainische Grenze fuhr. Durch seinen und Yuriys Einsatz hatten wir innerhalb einer Woche somit ein drittes Fahrzeug, wieder einen Pajero, diesmal als Evakuierungsfahrzeug. 

Auch mit Krankenhausmaterialien wurden wir diesmal reichlich bedacht: Kati und Rainer Siebold hatten wieder fleißig gesammelt: neben Nahtmaterial und den OP-Laken und Kitteln erhielten wir diesmal u.a. einen ganzen Karton mit wertvollen, aber in Deutschland nicht mehr verwendbaren, Schrauben und Platten aus Titan, die verwendet werden, um Knochenbrüche zu stabilisieren. Sie werden in der Ukraine dringend gebraucht. Die Geflüchteten in Walldorf hatten im Vorfeld der Fahrt im Begegnungshaus unzählige sogenannte Grabenkerzen aus leeren Konservendosen hergestellt, die mit gerollter Pappe und Wachs gefüllt werden, und die dann Licht und Wärme in die Schützengräben bringen. Aus Ravensburg bekamen wir aus dem Nachlass einer Ärztin unter anderem eine Box voll mit Operationsbesteck und eine Blutzentrifuge, sowie ein Schweißgerät, das sich in Kyiv ein Minenräum-Team gewünscht hatte. Vielen Dank an die lieben Spender, die auch den Transport mit einer Spedition zu uns in die Garage organisierten! Und schließlich erhielten wir über den SAP Kollegen Frank Kurz Kontakt ins Freiburger Uniklinikum. Dort wurden uns gleich sehr große Mengen an Materialien angeboten – auf Wunsch der Dead Lawyers haben wir diesmal eine Palette voll mit Untersuchungs-Handschuhen erhalten. Davon nahmen wir erstmal nur die Hälfte mit, da nicht alles in die Fahrzeuge gepasst hätte und die Priorität tatsächlich auf den Grabenkerzen lag. 

Natürlich packten wir auch wieder Kekse ein – nicht nur die dänischen Butterkekse in Metalldosen (die an der Front auch zum Schutz sonstiger Vorräte gegen Mäuse, und als Kochtopf-Deckel auf Gaskochern verwendet werden), sondern einen ganzen Karton voll mit dem absolut besten Spekulatius – danke an Jochen!!!

Die Anforderungen an die Dokumentation für den ukrainischen Zoll hatten sich jedoch mit Wirkung zum 01. Dezember geändert. Die Dead Lawyers mussten vor unserer Abfahrt sehr detailliert alle von uns aufgelisteten Güter prüfen und in einem online Tool dokumentieren. Der Grenzübergang für uns war reibungslos, aber die Vorbereitung in Kyiv nahm sehr viel Zeit in Anspruch. 

Die Fahrt

Michael Roth brach bereits am Sonntag mit „seinem“ Pajero zu einer kürzeren Etappe nach Görlitz auf und fuhr dann am Montag von dort weiter nach Radymno, dem vereinbarten Treffpunkt, kurz vor der polnisch-ukrainischen Grenze. Wir anderen fuhren am Montagmorgen in aller Frühe los. Michael Sylvester und Lucia Tischmeyer brachen um 04:30 in Speyer auf und holten dann erstmal Georg Dopf in Schwetzingen ab. Annette Ehrnsperger durfte ausschlafen, fuhr um 05:00 los, und wir trafen uns auf einer Rastätte hinter Sinsheim, um dann beide Autos, den Pickup und den ersten Pajero, jeweils mit zwei Fahrern zu besetzen. 

Während im Rheintal die Temperaturen den wenigen Schnee der Vortage wieder zum Schmelzen gebracht hatten, lag nach kurzer Fahrt die gesamte Landschaft um uns herum unter einer dicken Schneedecke. Dieses Bild begleitete uns letztlich über die nächsten drei Tage bis nach Kyiv. An der bereits aus früheren Fahrten bekannten Raststätte direkt hinter der deutsch-polnischen Grenze hinter Görlitz machten wir Halt, tankten und aßen in dem Raststätten-Gebäude eine Kleinigkeit. Anders als bei allen bisherigen Fahrten war, als wir aus dem Rasthof herauskamen, kein einziger britischer Pickup zu sehen. Vielleicht ist Anfang Dezember nicht die Jahreszeit für britische Transporte. Wir pumpten die Reifen des Pajero nochmal auf, und hielten zu dem Zweck an der Druckluftsäule. Beim neuerlichen Anlassen kam der Schreckmoment: Das Fahrzeug startete nicht mehr. Der Pajero hatte extra noch einen neuen Anlasser und eine neue Batterie vor der Abfahrt erhalten, und dennoch. Man hörte nur ein müdes Klicken aus der Motorhaube. Michael konnte in der Raststätte einen Pannendienst bestellen, der aber eine Stunde bis zu seiner Ankunft brauchen sollte. Wir gingen daher zu Lastwagenfahrern, die ebenfalls auf dem Parkplatz standen, und baten sie um Hilfe. Einer der Trucker meinte, dass sich u.U. im Anlasser Metallteile durch Temperaturschwankungen verbiegen und verkleben, und versuchte sie mit leichten Schlägen mit einer Metallstange auf den Anlasser zu lösen. Es half nicht. 

Lucia hatte schließlich das glückliche Händchen und startete den Motor nicht in der Park-Position, sondern im Leerlauf. Das ging auf Anhieb. Diesen Workaround merkten wir uns bei späteren Pausen. Es ging. Erleichtert konnten wir den bestellten Pannendienst absagen und weiterfahren.

Die nächsten Stunden nach Radymno schienen sich endlos hinzuziehen. Dort angekommen erwartete uns die nächste Herausforderung: Die Straßen waren zwar geräumt, aber der Parkplatz des Hotels Dwór Kresowy war nicht geräumt, und mit einer dicken Eis- und Schneeschicht bedeckt. Wir waren froh, dass die Fahrzeuge alle Allrad-Antrieb hatten. 

Wir bestellten – bevor die Küche schloss – unser Abendessen und fuhren dann zur gegenüber gelegenen Zollagentur, um die Dokumente zu beantragen. Michael Roth stieß mit seinem Pajero zu uns, so dass wir alle drei Fahrzeuge gemeinsam prozessieren konnten. 

Die Nacht war mit minus 10 Grad eisig. Das Frühstück war lecker, Gruby – der Hotelkater – wollte im Frühstücksraum seine Streicheleinheiten, und nach dem Frühstück brachte Michael Sylvester unsere beiden Fahrer Lucia und Georg in Radymno zum Bahnhof. Anschließend fuhren wir zu dritt mit den drei Fahrzeugen zur polnisch-ukrainischen Grenze. Die ukrainischen Dokumente für den Pickup kamen in letzter Minute und konnten nur noch teilweise ausgedruckt werden. Mit etwas klammem Bauchgefühl kamen wir in Korczowa, unserem Lieblingsgrenzübergang, an. Wir hatten vorher noch in alle Fahrzeuge ein großes gelb-blaues laminiertes Schild mit der dreisprachigen Aufschrift „Humanitäre Hilfe“ geklebt, neben unser Vereinslogo. Dies identifizierte uns als Gruppe, und wir wurden jeweils zu dritt abgefertigt. Die polnische Seite und die ukrainische Seite schafften wir wie im Oktober in kürzester Zeit. Uns half, dass wir – trotz der unvollständigen Papiere – im ukrainischen Zoll auf einen sehr verständnisvollen Beamten trafen, der sich freute, dass die Papiere im Übrigen perfekt vorbereitet worden waren. Er half uns, die fehlenden Informationen zu ergänzen und war sichtlich erfreut über unsere Mission. 

Auch in der Ukraine waren alle Straßen geräumt, bis in die Stadt Lwiw. Die engen Nebenstraßen mit Kopfsteinpflaster direkt vor dem Hotel jedoch nicht. Wir waren wieder sehr dankbar über den Allradantrieb, der uns sicher ans Ziel brachte. 

Wie beim letzten Mal besuchten wir Yuriys Mutter und brachten ihr ein -Weihnachtspaket mit. Sie lud uns ein und hatte einen köstlichen Mohn-Walnuss-Kuchen für uns vorbereitet. Gleich zwei Kuchen: einen zum dort essen und einen zum Mitnehmen als Reiseproviant. Wir hatten einen geselligen Nachmittag mit Kuchen und Wein. Rotkäppchen lässt grüßen. Vielen Dank für die Gastfreundschaft!!!

Am Abend trafen wir dann wieder unseren SAP-Kollegen Anton beim leckersten Käsekuchen von Lwiw, und vielleicht der ganzen Welt.

Treffen in Kyiv

Nach einer ruhigen Nacht ohne Luftalarm ging die Fahrt am nächsten Morgen für Michael Sylvester, Michael Roth und Annette Ehrnsperger mit drei Fahrzeugen nach Kyiv weiter. Anfangs brauchten wir noch Allrad-Antrieb, um sehr behutsam aus der Altstadt von Lwiw herauszufahren, aber danach verlief auch dieser Abschnitt ereignislos. Wir brauchten allerdings doch eher acht Stunden für die Strecke anstelle der von Google Maps veranschlagten sechs. In Kyiv fuhren wir zunächst zum „Hub“ der Hilfsorganisationen, trafen Nadia Denysiuk von der Dead Lawyers Society, erledigten die Dokumentation und entluden die Autos. Alle Krankenhausmaterialien und das Schweißgerät fanden ihren Platz in dem Vorratsraum der Dead Lawyers Society. Die Freude über das Material war sehr groß!

Außerdem kamen die Empfänger für den Pickup zum Hub, der dem Sicherheitsdienst der Ukraine übergeben wird. Sie stellen sich nur maskiert vor die Kamera – und auch unser Ansprechpartner trug passend zum Nikolaustag, der jetzt auch in der Ukraine am sechsten Dezember gefeiert wird, ein Nikolauskostüm mit Bart bis unter die Nase. Er übergab uns als Geschenk eine große Geschosshülse, die im Kindergarten seiner Tochter mit Sonnenblumen bemalt worden war. Es rieselte ein undefinierbarer Staub heraus – möglicherweise Dreck, oder auch etwas anderes. 

Auch der zweite Pajero, der zu einem Evakuierungsfahrzeug umgebaut wird, fand dort auf dem Hof des Hub seinen Parkplatz. Sasha Sydielnikov, der Jurist, mit dem wir im Mai bei der dritten Lieferung eng zusammenarbeiteten, kam ebenfalls dazu. Er arbeitet inzwischen mit einem Team aus 20 Personen an der Erfüllung eines der verbliebenen EU-Beitrittskriterien, nämlich der rechtmäßigen Besetzung des Verfassungsgerichts der Ukraine. Dementsprechend hatte er wenig Zeit, ließ es sich aber doch nicht nehmen, uns zu treffen.

Ursprünglich sollte die Übergabe des ersten Pajero in Dnipro stattfinden, jedoch bat Serhiy im Vorfeld unserer Fahrt um Verlegung nach Kyiv, daher fuhren wir anschließend zusammen mit Sasha weiter zur Volodymyrkathedrale, wo wir uns mit Serhiy zur Übergabe des Pajero an die 79. Luftlandebrigade trafen. Die Kathedrale selbst ist wunderschön. Wir waren zu früh angekommen und hatten ein wenig Zeit, sie zu besichtigen. Als wir wieder vor die Tür traten, war Serhiy mit seinem Arbeitgeber – dem Journalist Mark McKinnon von der Toronto Globe and Mail – bereits da, auch sein Bruder und ein weiterer Entsandter der 79. Luftlandebrigade kamen mit dem blauen VW Transporter, den wir im Oktober nach Kharkiv gefahren hatten. Er trug noch das Speyerer Exportkennzeichen. Die Freude über den Pajero war sehr groß! Serhiy hatte im Vorfeld unserer Fahrt um unsere korrekt geschriebenen Namen und den Namen unserer Organisation gebeten. Wir wussten nicht, was uns erwartete. Er hatte von der 79. Luftlandebrigade offizielle, eingerahmte Dankesschreiben erstellen lassen, die uns und dem Verein zusammen mit Holzplaketten übergeben wurden. Die Feierlichkeit und Ernsthaftigkeit machten uns vorübergehend sprachlos. Der Pajero wird von der Einheit dringend benötigt und ist sehr willkommen. Unsere persönliche Anwesenheit war für die Empfänger ein auch emotionales Zeichen dafür, dass sie in Europa nicht vergessen sind. Sie sprachen uns den ausdrücklichen Dank für unsere Tätigkeit aus. 

Annette Ehrnsperger bat Sasha spontan um Übersetzung ins Ukrainische und gab den Dank zurück. Es entspricht unserer Überzeugung, dass die ukrainische Armee hier nicht nur für das Land, das Volk und die Kultur der Ukraine kämpft, sondern für uns alle und für unsere gemeinsamen Werte „den Kopf hinhält“. Michael Sylvester betonte, dass es letztlich um den Sieg für uns alle geht. Die Soldaten waren sichtlich bewegt. Das macht unseren Ansatz aus. Es geht nicht nur um das Überbringen von Material, sondern eben auch um die moralische Unterstützung durch unsere persönliche Anwesenheit und den direkten Kontakt mit den Empfängern.

Abends konnten wir bei einem gemeinsamen Abendessen mit Anna Mikulytska, der MD von SAP Ukraine, auch Mariia Zivert von der Dead Lawyers Society und Sasha mit einladen – vielen Dank an Anna für die spontane Gastfreundschaft! Mariia hat sehr ausführlich geschildert, wie schwierig die Situation derzeit ist. Sasha betonte, dass die Ukraine sich letztlich auf sich selbst verlassen muss, wenn der Westen sie weiterhin nicht ausreichend unterstützt. 

Dieser Tag ging uns allen noch lange nach.

Sasha brachte Michael Roth anschließend zum Bahnhof in Kyiv. Er fuhr an dem Abend noch mit dem Nachtzug zurück nach Polen. 

Nach einer weiteren ruhigen Nacht in Kyiv machten Michael Sylvester und Annette Ehrnsperger sich am nächsten Morgen auf den Weg zu einer der Postfilialen, um die bemalte Geschosshülse zu verschicken. Wir trauten uns nicht, sie mit in den Zug zu nehmen, weil dort beim Grenzübergang nach „Trophäen“ gefragt wird. Nach einer Odyssee über mehrere Postämter, in denen der Transport der „Vase“ wegen „Bezugs zum Kriegsgeschehen“ abgelehnt wurde, konnten wir doch noch einen Postangestellten überzeugen, das Paket abzufertigen. Wir sind gespannt, ob das Paket in Deutschland ankommt. 

Zum Mittag trafen wir nochmal Sasha und Mariia. Sie schilderten, dass die relative Ruhe – also die Abwesenheit von Luftangriffen – sie eher nervös macht, weil sie nicht wissen, warum Russland nicht angreift. Neigt sich der Raketenvorrat dem Ende zu, oder wird ein größerer Angriff vorbereitet? Russland spielt auch mit den Nerven der Bevölkerung. Dies war Mariia deutlich anzumerken. Direkt vor unserem Essen kam dann ein Luftalarm, aber unser ausgewähltes Restaurant lag ohnehin im Keller des Gebäudes. 

Rückreise

Am Donnerstagabend bestiegen wir den Nachtzug in Richtung Polen. Im Liegewagenabteil lernten wir unsere Mitfahrer kennen: Zwei junge Mütter, die lustigerweise beide Anna hießen, und deren Familien ihnen über ein verlängertes Wochenende eine Mamas-only-Auszeit in Krakau gönnten. Am nächsten Morgen kam wieder ein Luftalarm in Kyiv, und Anna 1 erhielt prompt einen Anruf ihrer Vewandten von zu Hause mit der Frage, ob man den kleinen Sohn in die Kita bringen, oder lieber gleich mit allen anderen in den Schutzraum gehen sollte. Anna 2 zeigte uns Bilder von ihrem Appartmentgebäude, das Anfang des Jahres von Trümmern einer abgeschossenen Shahed-Drohne beschädigt worden war. Die Wohnung zwei Stockwerke unter der ihrer Familie wurde direkt von dem Bruchstück getroffen und verwüstet. In ihrer Wohnung wurden nur die Fenster zerstört. Sie hatten Glück im Unglück, denn es war zu dem Zeitpunkt niemand zu Hause – selbst die Katze war bei Nachbarn. Inzwischen sind die Fenster ausgetauscht, und die Familie macht darüber Witze mit einer Portion Galgenhumor: „Jetzt muss Anna die Fenster nicht mehr putzen, sie werden einfach ersetzt.“ 

Wir teilten uns Tetjanas Walnuss-Mohn-Kuchen zum Frühstück. Unser Gepäck wurde überraschenderweise an der Grenze nicht durch die ukrainischen Zöllner geprüft – wir hätten die Hülse also ggf. doch mitnehmen können… 

Wir hatten wieder einen Tag „Puffer“ in Krakau eingeplant. Krakau ist zur Vorweihnachtszeit schlicht voll, voll mit Touristen aus aller Welt. Wir konnten die Kathedrale auf dem Wawel besichtigen, bevor sie zu überlaufen wurde, und entdeckten anschließend das Jüdische Museum Galizien in Kazimierz. Wir waren beeindruckt von der Dokumentation jüdischen Lebens vor dem Holocaust, der unfassbaren Zerstörung und der jetzt vorsichtigen Rückkehr in all seinen Facetten. 

Am Flughafen gab es für Annette nochmal einen Schreckmoment: Alles Handgepäck, Gürtel, Handy und Schuhe wurden als Gepäck durchleuchtet, und sie ging auf Socken durch das Scanner-Tor. Dennoch piepte es. Der Sicherheitsmann checkte Hände und Kleidung mit einem Teststreifen auf Sprengstoffrückstände, und wir dachten sofort an die Geschosshülse. Zum Glück gab es keinen positiven Befund, und wir durften weiterziehen.

Nach unserer Rückkehr konnten wir unser Glück beim Blick auf den Kontostand kaum fassen. Wir haben in kurzer Zeit genügend Spenden erhalten, um die nächsten 1-2 Fahrzeuge zu beschaffen. Wir sind sehr dankbar und freuen uns über die fortgesetzte Unterstützung! Mit einigem Vorlauf planen wir jetzt die achte Fahrt, aller Voraussicht nach Anfang Februar.

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